Stolpersteine von BPMN umgehen
BPMN hat in der Schweiz keinen leichten Stand. Das ist schade und deshalb möchten wir dem etwas Entgegenwirken. Wir teilen regelmässig Stolpersteine und wie man diese sauber umschifft. Richtig angewandt gibt BPMN nämlich Klarheit, schafft eine Basis für Automatisierung und wird zum Boost für Unternehmen.
Stolperstein Nr. 1: BPMN ohne Kontext
Ein BPMN-Diagramm sollte immer aus einem bestimmten Blickwinkel modelliert sein. Fehlt dieser Kontext, entstehen rasch Missverständnisse. Sowohl fachlich als auch technisch oder organisatorisch. Am Ende zweifelt man an der Notation, aber das Problem ist die fehlende Perspektive.
Ist das Diagramm fachlich erklärend oder technisch ausführbar?
Soll es Kommunikation unterstützen oder Orchestrierung abbilden?
Ist die Zielgruppe Fachbereich, IT oder beides?
Fehlt diese Klärung wird BPMN zum "Alles-für-alle"-Konstrukt und damit unbrauchbar.
Die fachliche Sicht hat diese Ziele:
Verstehen
Abstimmen
Entscheiden.
Die IT-Sicht hingegen:
Automatisieren
Orchestrieren
Überwachen
Ist dies nicht klar geregelt oder versucht man alles ins selbe Modell zu pappen, dann führt das zu Überladungen und der positive Effekt verpufft. Von daher sollte man sich beim Modellieren direkt fragen: Aus welchem Blickwinkel betrachten wir diesen Prozess?
Drag
💚 Gutes BPMN-Design beginnt mit Kontext, nicht mit Symbolen.